Cargo Box, Hamburg, Kunst im öffentlichen Raum

Cargo Box – Kunst im öffentlichen Raum

Die Cargo Box interpretiert innerstädtischen Gewerbeimmobilien-Leerstand als Heilserwartung in unserer Gesellschaft. Ihren Namen entlehnt die Cargo Box dem ethnologischen Begriff des Cargo Cultes, einer rituellen Nachahmungshandlung zur Erlangung materiellen Wohlstandes. (im Rahmen der Kunst-Ausstellung: Bridge/The Map Is Not the Territory, 1997)

Intro

Cargo Box / Cargo Kult

Cargo Box Foto Bauphase, Hamburg, Kunst im öffentlichen Raum
Cargo Box Foto, Hamburg, Kunst im öffentlichen Raum
Cargo Box Foto mit Frau, Hamburg, Kunst im öffentlichen Raum
Cargo Box Skizze, Hamburg, Kunst im öffentlichen Raum
Cargo Box Skizze, Hamburg, Kunst im öffentlichen Raum
Cargo Box Skizze, Hamburg, Kunst im öffentlichen Raum

Die Cargo Box von Matthias Ring und Franzeska L. (1997) - ein leerer Glaskasten - fungierte indirekt als Metapher für den innerstädtischen Gewerbeimmobilien-Leerstand. Diese Arbeit bezieht sich auf den "Cargo-Kult" im ehemaligen Melanesien um die Jahrhundertwende. Damals sahen sich die Bewohner mit einer unaufhörlichen Lieferung von Produkten durch die Kolonisatoren konfrontiert, da Schiffe und Flugzeuge die Kolonisatoren mit Waren versorgten, deren Herkunft und Produktion unbekannt waren. In der Folge wurde die koloniale Struktur nachgeahmt: Die Bewohner legten Kais und Landebahnen an, errichteten Lagerhäuser, hissten Nationalflaggen und hielten Militärparaden ab, bei denen sie Gewehre nachbauten. Der "Cargo-Kult" hoffte, durch strukturelle Nachahmung zu Reichtum zu gelangen, und die Cargo Box hier wurde auf ähnlich mimetische Weise errichtet: Durch die Erzeugung von Leere spiegelte sie die rituelle Nachahmungshandlung der hiesigen Einwohner (wir) zur Erlangung materiellen Wohlstandes wider.

Ausstellung "Bridge / The map is not the territory" 1997

Ein Projekt der Arbeitsgemeinschaft Fleetinsel, kuratiert von Ute Meta Bauer und Cathy Skene.

"Das Ausstellungsprojekt "Bridge / The map is not the territory", das von der Arbeitsgemeinschaft Fleetinsel in Zusammenarbeit mit der Kulturbehörde realisiert wurde, konzentrierte sich auf ein bestimmtes innerstädtisches Territorium: die Hamburger Fleetinsel. Durch Sanierung des Altbaubestandes und Neubebauung der durch Krieg und Nachkriegszeit entstandenen Freiflächen hat sich das Areal topographisch und architektonisch gewandelt: In Hinblick auf einen steigenden Bedarf an Büro- und Verkaufsflächen in der Innenstadt sind auf der Fleetinsel in den 90er Jahren Neubauten entstanden, in denen sich heute verschiedene Geschäftsbereiche befinden. Wo früher die historische Wegeverbindung von Hamburg nach Altona verlief, grenzt ein großes Bürogebäude, der Fleethof, an den Fleetmarkt. Der Fleetmarkt selbst wurde von der Stadt verkauft und somit privatisiert, ist nicht mehr öffentlicher Raum, sondern Eigentum einer Immobilienfondsgesellschaft."
(Kulturbehörde Hamburg)

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